Drip Roasters
Kenya Nabisembe
Kenya Nabisembe
Der Kaffee, den wir versenden, wurde normalerweise in den letzten 2 Wochen geröstet.
Dieser Kaffee ist strukturiert und sehr ausgewogen, mit einer wunderschönen, saftigen Säure und vielschichtiger Komplexität.
Die Kaffeekirschen werden von Hand gepflückt – wie es an den meisten Orten üblich ist – woraufhin sorgfältig nur die reifen Kirschen selektiert werden. Anschliessend wird der Kaffee in Wasser fermentiert und gewaschen, nach Dichte sortiert und schliesslich auf Hochbeeten an der Sonne getrocknet.
Verarbeitung: Washed
Varietäten/Kultivaren: SL28, Ruiru 11, K7
Anbauhöhe: 1775 m ü. M., 0.8°N
Geschmacksprofil: Mango, Himbeere, Kacaonibs
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Preistransparenz
Wir haben für diesen Kaffee einen FOB-Preis von 6.09 $/lb bezahlt, was 305 % des Fairtrade-Mindestpreises entspricht. Was das bedeutet, erfährst du hier.
Nabisembe Factory
Washing Station: Nabisembe Factory
Produzent*in: Nabisembe Factory
Handels-Beziehung: 1
Jahr
Region: Kamukuywa, Bungoma, Western Kenya
Anbauhöhe: 1775 m ü. M., 0.8°N
Die Nabisembe Factory, eine sehr junge Kooperative, wurde 2022 von 55 Kaffeeproduzierenden an den Hängen des Mount Elgon gegründet. In den wenigen Jahren seither ist sie deutlich gewachsen und arbeitet heute mit rund 600 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zusammen, die im Durchschnitt etwa 700 Kaffeebäume bewirtschaften. Die Landschaft wird geprägt von dichtem Wald, fruchtbaren Hochlandflächen, vulkanischen Böden und kühlen Bergtemperaturen. Die Farm-Gemeinschaften vereinen praktische Fertigkeiten mit Wissen, das über Generationen weitergegeben wird.
Vava Coffee
Wenn wir Kaffee aus Kenia kaufen, ist Vava Coffee oft unser bevorzugter Partner, ein zertifiziertes B Corp, das 2008 von Vava Angwenyi gegründet wurde. Das sozial ausgerichtete Unternehmen engagiert sich für bessere Zukunftsaussichten sowohl für die lokale Bevölkerung als auch für die gesamte Kaffeeindustrie. Vava Coffee hat es sich zur Mission gemacht, den Status quo in Frage zu stellen und positive soziale und wirtschaftliche Veränderungen in der Kaffeeindustrie zu fördern. Dank Vavas Leidenschaft können viele Kaffeeproduzierende ihren Lebensunterhalt auf nachhaltigere Weise verdienen.
Im Rahmen der Organisation Gente del Futuro betreibt Vava eine Kaffeeschule auf der kleinen Insel Lamu, die direkt vor der kenianischen Küste liegt. Die Schule ermöglicht Jugendlichen und jungen Erwachsenen, an verschiedenen SCA-Kursen teilzunehmen, international anerkannte Zertifikate zu erlangen und sich zusätzlich weiterzubilden. 2022 eröffnete die Schule ihr eigenes Café «La Dulce Toro», in dem die Schüler*innen das Gelernte mit Unterstützung erfahrener Kaffeeexpert*innen in die Praxis umsetzen können. Dieses schöne Video bietet einige Eindrücke vom Café. Die Teilnahme an der Schule ist kostenlos und steht einer begrenzten Anzahl von Teilnehmer*innen zur Verfügung. Sie wird durch Beiträge an Gente del Futuro finanziert. Das Projekt unterstützen wir seit einigen Jahren mit einem Teil des Prozentsatzes unseres Jahresumsatzes.
Vava hat zusammen mit der Fotografin Portia Maae Hunt ausserdem ein Buch gemacht. «Coffee Milk Blood – a Story about us, by us» ist ein sehr schönes und zum Nachdenken anregendes Fotobuch über die Menschen in der Kaffeeproduktion, koloniale Geschichte – und Gegenwart. Neben den Kosten für Produktion und Vertrieb geht der grösste Teil der Einnahmen direkt an Vava Coffee, von deren Umsätze jeweils ein Teil ans das Schulprojekt Gente del Futuro fliesst.
Kenia
Kaffee aus Kenia ist in der Welt des Spezialitätenkaffees aufgrund seines saftigen, vollen und dennoch klaren, komplexen und frischen Geschmacks besonders gefragt. Er bietet oft Noten von roten und schwarzen Johannisbeeren, Stein- und Zitrusfrüchten sowie florale Noten. Natürlich gibt es viele verschiedene Geschmacksprofile in kenianischen Kaffees, und wir haben im Laufe der Jahre bereits eine breite Auswahl kenianischer Kaffees im Angebot gehabt.
Auch in der Kaffeeproduktion und im Kaffeehandel weist das Land einige Eigenarten auf. Obwohl sich in den letzten Jahren einiges verändert hat, funktioniert ein Grossteil der kenianischen Kaffeeproduktion nach wie vor so. Ähnlich wie in anderen ostafrikanischen Ländern wird Kaffee oft von Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut und geerntet, die nur wenige hundert Kaffeebäume oder weniger kultivieren.
Die Nachernte-Verarbeitung erfolgt dann in sogenannten Factories, meist mit einer sehr speziellen Version der gewaschenen Methode, auch «Double Fermentation» genannt. Nach der Ernte fliesst der Kaffee durch eine Reihe miteinander verbundener Kanäle und Tanks.
Zunächst werden die Kaffeekirschen entpulpt – die Bohnen werden aus der Frucht extrahiert – und durch Wasserkanäle in die ersten Fermentations-Tanks geleitet. Die noch mit der klebrigen «Mucilage»-Schicht bedeckten Bohnen werden dann während 12 bis 24 Stunden fermentiert und anschliessend gewaschen. Diese Schritte, Fermentation und Waschen, werden wiederholt, daher ist von einer doppelten Fermentation die Rede. Während dem Waschen werden jeweils die oben aufschwimmenden Kaffeekirschen entfernt.
Nach dem zweiten Waschen wird der Kaffee auf Hochbeeten getrocknet. Der Trocknungsprozess erfolgt üblicherweise in zwei Schritten: Zuerst werden die Bohnen in dicken Schichten ausgebreitet, um den Feuchtigkeitsgehalt schnell zu reduzieren, und dann in dünneren Schichten, um die Feuchtigkeit weiter zu reduzieren und die Trocknung abzuschliessen.
Dieses Verarbeitungsmethode trägt zwar zur Herstellung hervorragender Kaffees bei, hat aber auch Nachteile, vor allem den hohen Wasserverbrauch und den hohen Arbeitsaufwand. In unserem Kenia-Reisebericht beschreiben wir den Prozess sowie andere Themen etwas mehr im Detail. In den letzten Jahren wurden in Kenia vermehrt auch Kaffees als «Naturals» verarbeitet statt mit der oben beschriebenen Methode, womit sehr viel Wasser gespart werden kann.
Seit den 1930er Jahren wird kenianischer Kaffee an der Nairobi Coffee Exchange gehandelt, wo er jeden Dienstag an die Höchstbietenden verkauft wird. In den letzten Jahren wird jedoch immer mehr Kaffee ausserhalb der Auktion verkauft.
Brüh-Empfehlung
Filter
Origami Dripper S, Sibarist Cone Fast S Papierfilter
15g Kaffee, 250g Wasser, 93°c
feiner Filtermahlgrad
Brüh mit einem 50g-Bloom + 4 weiteren 50g-Pours
Kontaktzeit total: 2:15-2:35
Espresso
Brühverhältnis: 1:2.4
Kaffee: 20g in / 48g out
Extraktionszeit: 27s